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Was versteckt sich hier?

Richtige Antwort: Unsere Steuergelder!

Sie sehen Anfang und Ende bzw. Ende und Anfang einer städtischen Errungenschaft. Mit diesem technischen Meisterwerk könnte endlich das Niveau des Wassers im Saalealtarm angehoben werden – leider nur im physikalischen Sinne und zwar auf das Niveau des Plastikparks.

Die Anlage wurde mit der Begründung gebaut, dass während der Trockenzeit, Wasser aus dem Altarm gepumpt werden kann, um dort das städtische „Blümchengießauto“ (Kraftfahrzeug mit Wassertank) zu befüllen. Im beamten-blumigen Wortschatz heißt es: „…Effektivitätssteigerung und Verbesserung der Wasserversorgung in den städtischen Grünanlagen während Trockenperioden.“

Aquädukte – schon die alten Ägypter und Griechen hatten welche. Die Römer brachten den Bau zur Perfektion. Mit solch antiken Vorbildern muss man sich messen. Die Bauzeit für ein derartiges Meisterwerk der Ingenieurskunst war damals schon und ist heute ebenfalls entsprechend lang. Seit mittlerweile sechs Jahren – einschließlich größerer Unterbrechungen der Bautätigkeit aus bestimmt ganz wichtigen Gründen – wird hier richtig geklotzt. Vielleicht besser, wurde… Offenbar befinden wir uns gerade wieder in einer dieser Zwischenbauphasen. Aber, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Leider konnte außer dem Probebetrieb(-sversuch?) noch keine Funktionsbereitschaft hergestellt werden. Es liegt derzeit am Wasserentnahmebauwerk, sprich der Ansaugstelle. Da klappt‘s nicht so richtig, da muss nachgebessert werden.

In der Zwischenzeit können wir uns an der zweckmäßigen Ver(sch)wendung unserer Steuergelder erfreuen. Bisher 20.000 Euro für eine nichtfunktionsfähige Wasserleitung.

Was soll’s. 20.000 sind nur Peanuts. So etwas Billiges kann nichts werden. Da muss noch investiert werden – und zwar richtig!

Der Umbau der Ansaugstation wird bestimmt noch einiges kosten. Und der Weg, der zur „oberen Wasserkunst“ führt, ist viel zu schmal und nicht tragfähig für den Wassertanker. Da könnte man noch eine richtige Straße bauen.

Erst nachdem all diese Bauwerke errichtet sind, kann das gute Mineralwasser aus dem Saalealtarm den vielen Blümchen, Sträuchern und Bäumen zugutekommen. Auf die Düngung selbiger wird wegen des hohen Nitratgehalts verzichtet werden können.

Und wenn der langersehnte heiße Sommer kommt und Leunas Grün dürstet, dann schlägt die Stunde des Aquaeductus saloviridarius leunensis maximus. Wenn endlich die Bewässerung auf Hochtouren läuft, wenn Tankfahrzeuge (mit nur einem können wir uns sicherlich nicht zufrieden geben!) im Minutentakt den Plastikpark ansteuern und befüllt werden, alle Rabatten, Hecken und Rasen getränkt sind, dann werden wir uns überall in der Stadt am Duft des Schwefelwasserstoffs und anderer Faulgase erfreuen und in Erinnerungen an die gute alte Chemiezeit schwelgen.

Hauptsache der Saalealtarm macht nicht wegen spontaner Austrocknung einen Strich durch die Rechnung.

Um festzustellen, dass die Anlage nicht funktionieren kann, reicht es, sich den verschlammten Saalealtarm anzusehen. Warum das andere Ende der Leitung am Spielplatz im Park liegt, ist schon schwieriger zu ergründen.

Ach ja, da war doch noch die Sache mit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und dem deutschen Wasserhaushaltsgesetz, die das ganze eigentlich untersagen. Aber Berlin ist weit und Brüssel noch viel weiter…  Also weiter so!

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